Bili - Bilingualer Unterricht |
Sind wir nicht alle ein bisschen BILI?Was, bitteschön, ist BILI? Das mag sich manch einer gefragt haben, der einen Blick auf den diesjährigen Stundenplan der M7 geworfen hat. Nun, es ist ganz einfach die Abkürzung für bilingualen, also zweisprachigen Unterricht eines Sachfaches in einer Fremdsprache. So sollen die im Englischunterricht erworbenen Sprachkenntnisse in den sogenannten Sachfächern praktisch angewendet und auf diese Weise vertieft werden. In Kooperation mit dem Lehrstuhl Didaktik der englischen Sprache und Literatur an der Universität Eichstätt-Ingolstadt startete mit Beginn des Schuljahres 2008/09 dieses einzigartige Projekt an einer Hauptschule. Die Klasse ist während einer Doppelstunde in zwei Gruppen aufgeteilt und Englisch soll authentisches Kommunikationsmittel zum Erreichen der Lernziele werden. Während eines Vorkurses werden den Schülern daher zunächst notwendige Arbeitstechniken und sprachliche Mittel nahegebracht, die es ihnen im Anschluss erleichtern sollen, ausgewählte Inhalte der Fächer GSE (Geschichte/ Sozialkunde/ Erdkunde) und AWT (Arbeit/ Wirtschaft/ Technik) zu erarbeiten. Es steht also nicht die Vermittlung der Fremdsprache, sondern deren Anwendung als Arbeitssprache im Vordergrund. Eine Benotung erfolgt nicht. Stattdessen erhalten die Schüler zu ihrem Zeugnis ein Zertifikat, in dem ihre Leistungen beurteilt und gewürdigt werden. Einige skeptische Eltern und auch Schüler befürchteten zunächst eine Überforderung, insbesondere wenn in den vorausgehenden Jahren der Erwerb der Fremdsprache allein schon schwer fiel. Da aber für Bili vier zusätzliche Unterrichtsstunden zur Verfügung stehen, haben wir haben uns für zwei mögliche Vorgehensweisen entschieden. Entweder eine Vorentlastung, indem man das Thema im eigentlichen Sachfach bereits behandelt hat und Sachzusammenhänge bereits verstanden sind. Oder man reduziert das fachliche Niveau auf eine Ebene, die es den Schülern erlaubt, den Unterrichtsinhalt in der Fremdsprache zu verstehen. Grundsätzlich kann man feststellen, dass das Sachfach zwar leidet, die Fremdsprache aber in einem viel größeren Maß davon profitiert. Und wenn wir ehrlich sind, was brauchen die Schüler für ihr späteres Leben wohl mehr? Die genaue Kenntnis der verschiedenen Wüstenformen oder das sichere Beherrschen wenigstens einer Fremdsprache? Da das Fachvokabular den allermeisten Schülern auch in der deutschen Sprache nicht unbedingt immer geläufig ist, stellt sein Erlernen in der Fremdsprache kaum eine erhöhte Arbeitsbelastung dar. So ist es durchaus zu akzeptieren, einem Schüler auf Nachfrage (What is the English word for.......?) geeignete Redemittel an die Hand zu geben. Es ist auch nicht so, dass im bilingualen Unterricht das Deutsche völlig ausgeklammert bleiben muss. Schwierige Sachverhalte können durchaus auf Deutsch erklärt werden. Es gilt also der Grundsatz:
Zur Präsentation des Projekts in englischer Sprache!Hier einige praktische Beispiele:
African fairy taleA journey through Europe – M8, November 2009Eating habitsChopsticks and fingers: Food all around the World - July 9, 2010
IntroductionOn Friday July 9, 2010 our class went to the „Kinder-museum im Kachelbau“. There was an exhibition about organic food, Indian food and Japanese food. Food from IndiaOn July 9, 2010 we visited the Kindermuseum in Nürnberg to learn something about organic and non-organic food. At first we learnt about the differences of organically produced carrots and non-organic carrots. After that we mixed a fruit and vegetable drink which consisted of carrots, apples, bananas, pears and peaches. Then we were divided into to groups, one group for Indian food and the other one for Japanese food. | |||||