Vertiefte Berufsorientierung



Vertiefte Berufsorientierung

Grundgedanke des Projektes
Durch den schon frühen Einstieg in die Berufswelt ab der 7. Klasse sollen den Hauptschülern der Wilhelm-Löhe-Schule Möglichkeiten gezeigt werden, wie die Wahl einer Ausbildung gestaltet werden kann. Durch zusätzliche schulbegleitende Praktika, ganze Praxistage und sozialpädagogische Beratung und Betreuung, werden Themen wie „Alles rund um das Praktikum“ und „Alles rund um die Bewerbung“ nicht nur thematisch durchgenommen, sondern auch in der Praxis erprobt.

Unsere wichtigsten pädagogischen Ziele  

  • Die Jugendlichen auf ihrem Weg zur Selbstfindung begleiten. 

  • Den Schülern bei der Entdeckung ihrer persönlichen Stärken und Schwächen Hilfestellung leisten. 

  • Frühzeitiges Eröffnen eines breiten Berufswahlspektrums. 

  • Durch enges Begleiten die Schüler in der Entwicklung ihrer Berufswahl- und Ausbildungsreife unterstützen. 

  • Den Jugendlichen durch individuelle Beratung während ihrer 
    Selbstfindungsphase zur Seite stehen. 

  • Durch Übung in der Praxis wichtige Grundregeln für die Ausbildung erproben.

     

Beteiligte Personen
An diesem Projekt sind folgende Personen kooperativ beteiligt:

  • Schulleitung und Sozialpädagoge 

  • Betrieb 

  • Praktikant /-in und Eltern 

Rahmenbedingungen
Die Maßnahme sieht schulbegleitende Praktika und sozialpädagogische Betreuung vor. Über den Zeitraum von zwei Jahren sollen vier Orientierungsabschnitte stattfinden, in deren Zentrum zwei schulbegleitende Betriebspraktika stehen. Darauf vorbereitet, begleitet und unterstützt werden die Schüler vom zuständigen Schulsozialpädagogen Daniel Mehburger. 

Übersicht  

7. Klasse 
1. Halbjahr Erste Schritte der vBO

-Kennenlernen des Sozialpädagogen und der Schulklasse
-Erster Zugang zur Berufswelt

7. Klasse 
2. Halbjahr
Erstes Erkunden der Berufswelt
-Elternabend 
-Initialveranstaltung „Selbstfindung und Teambildung“ 
-Vorbereitung der Schüler auf ihr Praktikum 

-Durchführung einer Berufsorientierungswoche
 

8.Klasse 
1. Halbjahr 
Tiefere Einblicke in die Berufswelt

-Durchführung des Praxistages in einem neuen Betrieb (fester Wochentag für 7 Stunden reine Arbeitszeit)
-Begleitung und Betreuung der Schüler während dieser Zeit erfolgt u.a. durch Besuche durch Klassenleiter und Sozialpädagogen in den Betrieben
-Praktikumszeitraum: Anfang Oktober bis Mitte Februar 

8. Klasse 
2. Halbjahr 
Alles rund um die Bewerbung

-Auswertung und Reflexion der Praktika 
-Einführung in die Bewerbungsphase
-Begleitung und Übungseinheiten in Kleingruppen erfolgen in Zusammenarbeit mit der Klassenleitung und den Sozialpädagogen

Allgemeine Regelungen und Verträge
Zur Sicherheit für alle Seiten werden Kooperationsverträge zwischen allen Personen mit Beginn des Praktikums unterschrieben. Darin werden Arbeitszeiten und besondere Absprachen festgehalten. Alle Seiten verpflichten sich, ihren Aufgaben nachzugehen und sind somit bei Problemen abgesichert. 
Während dieser schulischen Pflichtveranstaltungen ist jeder Schüler über die Schule automatisch versichert.
Zusätzlich bekommen alle Betriebe eine Überblicks- / Anwesenheitsliste mit allen Praktikumsterminen. Hier wird durch Unterschriften von Praktikant und Betrieb gewährleistet, dass der jeweilige Schüler an den schulischen Pflichtveranstaltungen teilgenommen hat. Am Ende der Praktikumszeit werden diese Listen wieder zurück an die Schule gegeben, so dass auch der Schulsozialpädagoge und die Klassenleiter einen Überblick bekommen. Falls der Schüler mehr als zwei Praktikumstermine nicht wahrnimmt, müssen die weiteren Fehltage, z.B. in den Ferien, nachgeholt werden.

Anforderung an die Betriebe
In beiden Schuljahren wird von den Betrieben erwartet, dass sie den Schüler in den jeweiligen Beruf „hineinschnuppern“ lassen und ihn in den erforderlichen Tätigkeiten anleiten. Das heißt dem Praktikanten Aufgaben zu übergeben, die seinem Wissensstand und Leistungsvermögen entsprechen und ihn darin zu unterstützen. 
Während der Praktikumszeit ist es wichtig, dass der Schüler einen festen Ansprechpartner / Anleiter in seinem Betrieb hat. Die Betreuungsperson sollte auch in der Arbeitszeit des Praktikanten im Betrieb sein, denn die Aufsichtspflicht muss in jedem Falle gewährleistet sein. Diese Person ist auch gleichzeitig der Ansprechpartner für die Schule. 
Bei Fragen und Problemen können sich die Anleiter beim Schulsozialpädagogen Herrn Mehburger melden.
Der Betrieb verpflichtet sich den Schüler in jeder Hinsicht anzuleiten. Dazu gehört auch die sorgfältige Pflege und Kontrolle der zu führenden Listen. 
Am Ende jedes Praktikums bewerten die Anleiter ihren Schüler in einem vorgefertigten Zertifikat. 
Bei Ausfall eines Praxistages müssen alle Seiten informiert werden. Auch bei unentschuldigtem Fehlen ist Herr Mehburger zu kontaktieren, da er alle Praxisbesuche verwaltet.

Anforderung an den Praktikanten
Bei beiden Praktika handelt es sich um eine schulische Pflichtveranstaltung. Bei mehr als zwei Fehltagen müssen diese im Betrieb nachgeholt werden.
Alle Schüler müssen sich an die im Betrieb geltenden Vorschriften halten und Anweisungen befolgen. Gestellte Aufgaben hat jeder mit Zuverlässigkeit und Sorgfalt auszuführen.
Der Praktikant verpflichtet sich, über alle vertraulichen Angelegenheiten und Vorgänge, die ihm im Rahmen der Tätigkeit zur Kenntnis gelangen, auch nach der Praktikumszeit Stillschweigen zu bewahren. Die Schweigepflicht erstreckt sich auch auf Angelegenheiten anderer Firmen, Organisationen und Praktikumsstellen.
Der Praktikant ist dazu verpflichtet dem Betrieb bei einem Ausfall rechtzeitig zu Bescheid zu geben und auch Herrn Mehburger zu benachrichtigen, da er die Praxisbesuche organisiert.
Die von der Schule gestellten Arbeitsblätter sind gewissenhaft und ordentlich zu bearbeiten und müssen nach der Bearbeitung am Ende der Praktikumszeit in einem einwandfreien Zustand in die Portfoliomappe geheftet werden. 

Praktikumsbesuche
Der Schule ist es sehr wichtig, dass Praktikumsbesuche stattfinden. Alle Schüler werden einmal in ihrer Arbeitszeit besucht und zusammen mit ihrem Arbeitgeber zum kurzen Gespräch gebeten. Die Besuche werden entweder von den jeweiligen Klassenlehrern oder von Herrn Mehburger durchgeführt und zeitnah angekündigt. 

Betreuung der Praktikanten von Seiten der Schule
Die Mittelschulklassen werden in regelmäßigen Abständen vor, während und nach dem Praktikum vom Schulsozialpädagogen Herrn Mehburger betreut.
In der 7. Klasse werden die Schüler in Themen wie Rechte und Pflichten eines Praktikanten und richtiges Auftreten in einem Betrieb aufgeklärt und durch eine Stärken- / Schwächenanalyse mit den wichtigsten Schlüsselqualifikationen vertraut gemacht. Während des Praktikums werden die Schüler als Aufgabe bekommen, ausgewählte Schlüsselqualifikationen im Betrieb und an sich selbst zu beobachten.
Im zweiten Halbjahr der 8. Klasse treffen sich Kleingruppen von etwa fünf Jugendlichen regelmäßig mit Herrn Mehburger, um dort weitere Aufgaben und Themen zu bearbeiten. Während der Praktikumszeit muss der Schüler vereinzelt Berichte schreiben und wird am Ende mit einer Teilnote bewertet.

Informationen zum Praktikum in der 7. Klasse
Das Praktikum im 2. Halbjahr findet wie folgt statt: 

Im Rahmen der Berufsfindungswoche absolvieren die Schüler zwei Zweitagespraktika zur Orientierung in unterschiedlichen Berufen. Hier sollen die Schüler einen Einblick in die Berufswelt bekommen und „hineinschnuppern“ dürfen. Das bedeutet, dass sie größtenteils die Mitarbeiter bei ihren Tätigkeiten beobachten sollen und dabei teilweise auch Aufgaben selbst übernehmen.


Information zum Praktikum in der 8. Klasse
Das Praktikum im 1. Halbjahr findet wie folgt statt:
In diesem Abschnitt der Berufsvorbereitung sollen die Schüler erfahren, wie ein ganzer Arbeitstag aussehen kann. Das bedeutet, dass einmal in der Woche ein Wochentag komplett für das Praktikum zur Verfügung gestellt wird. Unterricht findet an diesem Tag nicht statt. 
Der Praktikumstag ist für alle Schüler verpflichtend mit 7 Stunden reiner Arbeitszeit. Einzelne Arbeitszeiten hängen von den verschiedenen Betrieben ab. Der Praktikant sollte mindestens eine halbe Stunde Pause haben.
Praktikumsdauer ist in der Regel von Anfang Oktober bis Mitte Februar.

Ansprechpartner der Berufsvorbereitung in der Mittelschule 
Ansprechpartner in der Schule:    
Daniel Mehburger
Tel.: 0911-2708293


Schulleiter der Mittelschule:    
Andreas Schramm, R
Tel.: 0911-2708258

Anschrift der Schule
Wilhelm-Löhe-Schule
Evang. Kooperative Gesamtschule
Mittelschule -  
Deutschherrnstraße 10
90429 Nürnberg

Tel. 0911/27 08 20   
Fax 0911/26 00 70   
www.loehe-schule.de

Stand: Dezember 2011