Frühere Produktionen



Tal und der "Gazaman"

Es war ein spannender Theaterabend!

Es ist geschafft. Die vier Aufführungen der Inszenierung des Jahres 2008 sind gespielt, es war eindringlich, teilweise beklemmend und sehr bewegend. Ein toller Erfolg für das Team um Fr. Aichinger!

In "from: to: subject: Eine E-Mail-Freundschaft" geht es um eine ungewöhnliche E-Mail-Beziehung zwischen einem israelischen Mädchen und einem jungen Palästinenser. Dafür hat Anne Aichinger, Haupt-Drehbuchautorin und Regisseurin, mit ihren Schülern gemeinsam das prämierte Kinder- und Jugendbuch von Valerie Zenatti mit dem Titel: "Leihst du mir deinen Blick?" bearbeitet. Sie will das Stück als Plädoyer für Verständnis und Toleranz verstanden wissen und diese Botschaft kam an, auch weil alle Schauspieler und das ganze Team ihr bestes gegeben haben.

Im Anschluss an die Aufführung am Donnerstag, den 26.10.2008 fand, initiiert von der Nagelkreuzgruppe St.Sebald,  eine Podiumsdiskussion mit interessanten Gästen statt.
Unter der Moderation von Herr M. Damerow (Redakteur bei den Nürnberger Nachrichten / Ressort Politik) diskutierten:
Herr S. Häupler (Schüler der WLS, K13, Nürnberg)
Herr A. Hamburger (Vorsitzender der Israelit. Kultusgemeinde Nürnberg)
Herr Pfr. D. Krabbe (Ev.-ref. Kirchengemeinde St. Martha, Nürnberg)
Herr M. Eljojo ( Elektrotechniker, 2. Vors. der Islamischen Gem.in Nürnberg)
Frau Pfrin. U. Wanja-Olbrich (Schultheologin der WLS, Nürnberg)
Herr Prof. Dr. J. Wiesse (ehem. Chefarzt der Kinder- und Jugendpsychiatrie Nürnberg).

In der gut einstündigen Gesprächsrunde wurden nochmals die unterschiedlichsten Apekte dieses Themas erörtert. Die Positionen Israels und der Palästinenser wurden dargestellt, aber auch die Situation traumatisierter Kinder in diesen Gebieten wurde angesprochen. Mit einem Appell zur Bereitschaft zum Frieden und der Hoffnung auf eine Umsetzung dieses Friedens für alle Bewohner dieser Region ging der Abend zu Ende.

Für mehr Informationen einfach die Bilder anklicken.

In Nürnberg ist der Teufel los!“ – ein Hauptschultheaterprojekt der Wilhelm-Löhe-Schule

Am Donnerstag, den 15.11.2007 war es so weit: Der Vorhang zur Uraufführung des Theaterstückes „In Nürnberg ist der Teufel los!“ fiel.
Machen wir es aber nun Oskar aus dem Theaterstück gleich und drehen die Zeit zurück. Sehen wir einmal kurz bei der letzten Vorstellung des Theaterstücks „Hey Joe“ vorbei. Anne Aichinger steht, umringt von Eltern und Kollegen, mit einem wunderschönen Blumenstrauß in der Hand auf der Bühne und sagt: „Das war das letzte von mir inszenierte Theaterstück, ehrlich, so viel Arbeit nicht noch einmal.“
Gehen wir jetzt in das Klassenzimmer der Klasse V5b so gegen Weihnachten 2006. Die Klasse liest das Buch „Oskar und das Geheimnis der verschwundenen Kinder“ von Claudia Frieser. Frau Aichinger blickt vom Buch in die Klasse und sagt: „Ich hätte da evtl. so eine Idee.“

Besuchen wir die Schüler bei den „Folgen“ dieser Idee:

  • Im April/Mai 2007 entsteht die AG-Drehbuch. Die Kinder treffen sich 1x wöchentlich und setzen den Roman als Drehbuch mit 16 Szenen um. Langsam wird klar, das ist kein Mitläufer, das wird `ne Menge Arbeit.
  • Im Mai beginnen 14-tägig die  Samstagsproben im Klassenzimmer.
  • Das Kulturpädagogische Zentrum bringt den Kindern die Zeit, in der das Stück handelt,  näher, erklärt und hilft.
  • Gegen Ende der Ferien finden Privatproben bei Frau Aichinger statt. Da wir bei unserer Reise erst am Nachmittag eintreffen, sind die Kinder nicht mehr beim Proben, sondern lassen sich gerade einen Berg Pizza schmecken. Den haben sie sich bestimmt verdient.
  • Im Herbst findet ein Theater-Workshop in Prackenfels statt.
  • Die Samstagsproben von 10 Uhr bis 14 Uhr - und länger -  in der Aula beginnen. Zusätzlich finden noch 1x wöchentlich Proben nach dem Unterricht statt.
  • Die Schüler der Klasse V6b organisieren für andere Schüler Führungen auf dem Johannisfriedhof.

Bei all unseren „Zeitbesuchen“ fällt auf, dass sämtliche Vorarbeiten - vom Kostümschneidern bis zum Sargbau, vom Kulissenbau bis zur Prackenfels-Betreuung, vom „hinter der Bühne stehen“ bis zum Fahrdienst, von der Planung der Johannisfriedhofsführung bis zur Plakatgestaltung zum Projekt - von den Eltern  heroisch begleitet wird. Auch treffen wir bei fast allen Besuchen Frau Scholz und Herrn Tzschoppe, die immer mit Rat und Tat zur Seite stehen. 

Je mehr sich unsere Besuche jetzt der Uraufführung nähern, je mehr ist neben Spannung und Nervosität auch der Gemeinschaftsverbund zu spüren. Man gehört zusammen, man ist ein Team, man zieht das jetzt gemeinsam durch.

So, jetzt haben wir einen Überblick über den Aufwand, machen wir einen Besuch bei der 1. Abendaufführung: Es ist kurz vor 19.30 Uhr, die Vorstellung ist sehr gut besucht. Es wird dunkel, die Vorstellung beginnt. Wir bleiben bei dem Theaterstück bis zum Ende, beobachten die Schauspieler, die Besucher und merken,  die Arbeit hat sich gelohnt. Die Kinder spielen klasse, die Besucher sind begeistert. Sogar Hans Meier (mittlerweile Ex-FCN Trainer) ist im Publikum und wird nach der Aufführung auf die Bühne gebeten. Hören wir uns noch kurz an, was er sagt:

„Es gibt Tage, nachdem wir wieder ein Spiel verloren haben, da würde ich am liebsten mit Hut und Sonnenbrille zum Bäcker gehen, aber dann erinnere ich mich an meine Erfolge und fühle mich gleich wieder besser. Ich möchte, dass ihr euch, wenn ihr euch auch mal schlecht fühlt, an dieses Theaterstück erinnert und dann habt ihr allen Grund, euch wieder gut zu fühlen.“ Recht hat er. Dies bestätigt uns auch der mit 2500 € dotierte Paula-Maurer Preis, den die Hauptschule für dieses Projekt erhalten hat und der 2. Platz beim „Innovationspreis der evangelischen Schulstiftung“!

Als letztes gehen wir zurück zu der letzten Vorstellung des Theaterstücks: Anne Aichinger steht, umringt von Eltern und Kollegen, mit einem wunderschönen Blumenstrauß in der Hand auf der Bühne und sagt: „Das war das letzte von mir inszenierte Theaterstück, ehrlich, so viel Arbeit nicht noch einmal.“

Beim Helferessen im Gasthaus Pegnitztal hat Frau Aichinger schon wieder dieses Leuchten in den Augen und sagt: „Ich hätte da evtl. so eine Idee.“
Der Kreis hat sich geschlossen, Gott sei Dank!!
Martin und Erika Herold (Klassenelternsprecher V6b)