Comenius



Comenius - Schulentwicklungsprojekt

1.  Was ist eine Comenius-Schulpartnerschaft?

In einer Comenius-Schulpartnerschaft arbeiten Schulen aus verschiedenen europäischen Ländern gemeinsam an einem Projekt. Am Ende ihrer zweijährigen  Zusammenarbeit muss ein gemeinsam hergestelltes Produkt stehen.

Neben dem Austausch über die verschiedenen Bildungssysteme und pädagogischen Konzepte geht es in den Comeniusprojekten auch darum, die verschiedenen europäischen Kulturen kennenzulernen bzw. seine Kenntnisse zu vertiefen und Kontakte entstehen zu lassen. Im Zuge dieses Programmes, das auch unter dem Motto  „Lebenslanges Lernen“ steht,  sollen ebenso Fremdsprachenkenntnisse erweitert werden, sowie der interkulturelle Dialog gepflegt werden.

2.  Was bedeutet eine Partnerschaft konkret?

Die Hauptschule der Wilhelm-Löhe-Schule arbeitet seit vielen Jahren in Comeniusprojekten mit. Das aktuelle heißt C.U.O.R.E. und bedeutet „Cooperate under the objective of recycling energy“.

Hier ein Auszug aus der Projektbeschreibung, die im Februar 2008 gemeinsam mit sieben Partnerschulen ausgearbeitet und eingereicht wurde:

Heutzutage gehört das Thema „Energiesparen“ zu einem der wichtigsten in Europa und weltweit. Eine wirkungsvolle Energiepolitik kann nur erfolgreich sein, wenn sie auch von jungen Menschen angenommen wird. Wir wollen mit unserem Projekt junge Bürger anregen, sich mit dem Thema zu beschäftigen, sich auszutauschen und gemeinsame Ideen zum Energiesparen zu entwickeln.

Ziele:

-          Schaffung eines Umweltbewusstseins bei unseren Schülern

-          Sparsame Verwendung von Energie in Familie und Schule

-          Bereitschaft zu Recycling, Schutz der örtlichen Umwelt

-          Erfahrungsaustausch verschiedener europäischer Länder

-          Vergleich der unterschiedlichen Formen der Energiepolitik

-          Ausweitung des Einsatzes moderner Informations- und
      Kommunikationstechnologien

-          Respektvoller, gleichberechtigter Dialog von Schülern mit unterschiedlichem
      kulturellen Hintergrund

Das Projekt wurde von der „Nationalen Agentur“ in Bonn genehmigt und startet im Schuljahr 2008/09 mit Schulen aus Polen, Rumänien, Litauen, Spanien, Italien und Portugal. Im Juni 2010 endet die Arbeit mit der Präsentation des „final products“.

3.  Plattform für die gemeinsame Arbeit

Unter www.cuore.isgreat.org entsteht eine gemeinsame website, wo die Ergebnisse der Arbeit veröffentlich werden und sich interessierte Leser über die Partnerschulen und die Projektarbeit  informieren können. Diese website stellt auch die Plattform für den Erfahrungsaustausch zwischen den Schulen dar.

 

4. Projekttreffen

Um die gemeinsame Arbeit koordinieren zu können, treffen sich Vertreter aller Partnerschulen zu Projekttreffen. Jede Schule muss ein Projekttreffen ausrichten. Hier geht es neben der Arbeit am Thema „Klimawandel“ auch darum, das Bildungssystem und die Kultur des gastgebenden Landes vorzustellen.

Die Löhe-Schule richtete das dritte Projekttreffen im Mai 2009 aus.

Hier ein Auszug aus dem Programm:

Die Arbeitstreffen sollen nach Möglichkeit nach Unterrichtsschluss stattfinden, um interessierten Kollegen die Möglichkeit zu geben, sich über Projektarbeit zu informieren und aktiv daran teilzunehmen

Montag, 11.5.2009
11 Uhr: Abholung der Delegationen vom Hotel, Spaziergang durch Nürnberg zur Schule
12 Uhr: Begrüßung durch Schüler (Lied) und Schulleitung-Vorstellung der neuen Partnerschulen, Kennenlernen Schüler – Lehrer, die an Begegnung im Juni teilnehmen, Erläuterung des bayerischen Schulsystems bei Rundgang durch Schulhaus, Vorstellung der umweltfreundlichen Schule: Mülltrennung, Solarenergie
14 Uhr:  Mittagessen in Mensa
15 Uhr: „Hitzefrei im Winter?“ Darstellung der Projektarbeit an der Schule,
              präsentiert von Studenten der EWF
16 Uhr:  Evaluation mit Hilfe des Grafstat-Programms:Erstellung und
              Auswertung von Fragebögen

Dienstag, 12.5.2009
9 Uhr:    Stadtführung durch Schüler in englischer Sprache
11 Uhr:  Führung durch Sebalduskirche
12.45 Uhr: Portugiesische Kollegen werben in Klassen 9 – 10 wegen email-
                  Kontakten
13 Uhr:   Mittagessen „Pegnitztal“ mit Lehrern der Schule, Möglichkeit zum
               Kennenlernen der Projektpartner
ab 15 Uhr: Arbeitstreffen

Mittwoch: 13.5.2009
10 Uhr:   Führung durch Recyclinghof,Kennenlernen des Programms „Nürnberg
               als klimafreundliche Stadt“
13 Uhr:    „original regional“ – Vorstellen eines bäuerlichen Betriebs im
               Knoblauchsland,Erzeugung und Vermarktung landwirtschaftlicher
               Produkte in der Stadt
ab 16 Uhr:  Arbeitstreffen

Donnerstag, 14.5.2009
9 Uhr: Fahrt nach Bamberg,Führung durch Weltkulturerbe, gemeinsames
           Mittagessen
18 Uhr: Rückfahrt nach Nürnberg

Freitag, 15.5.2009
9 Uhr:   Arbeitstreffen, Rückschau, Ausblick, Arbeit am Zwischenbericht
15 Uhr: Verabschiedung der Delegationen
18 Uhr: gemeinsames Abschiedsessen


5. Anregungen für den Unterricht

http://www.hanisauland.de/spezial/klimaschutz/

6. Beispiele unserer Arbeit zum Thema Klimawandel:

Schüler produzieren Handyclips mit denen sie andere zum Umweltschutz animieren möchten.