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Präventionskonzept der Wilhelm-Löhe-Schule

Teil I: Präventionsteam

Das Präventionsteam wurde am 16.10.2018 auf dem Schulparlament neu zusammengestellt.
Es besteht aus den zwei Präventionsbeauftragen Frau Kathrin Rittman und Frau Kellermann, sowie den zwei Schülervertretern Marla Fertig aus der FOS 12 und Frederike Liebig aus der 9.Klasse, Realschule. Auch Frau Katja Schilmeier aus der Elternschaft ist Teil des Teams, wie auch Frau Annelore Marks, die Leiterin des Beratungszentrums, Frau Claudia Katzer aus dem Kollegium und der Gesamtschulleiter Herr Gieck. 

Teil II Leitbild zum Kinderschutz in der Satzung

Ein wichtiger Bestandteil des Präventionskonzeptes ist es, die Haltung der Schule zum Thema sexuelle Gewalt auch im Leitbild deutlich zu machen. Daher wurde am 02.07.2018 folgende Passage im Schulparlament beschlossen:
'„Wir definieren uns als eine gewaltfreie Schule"
Der Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Missbrauch und Gewalt ist Leitziel der Wilhelm-Löhe Gesamtschule. Daher wird jede Form von Gewalt an unserer Schule, unabhängig davon, ob sie körperlicher, seelischer oder sexueller Art ist, verurteilt.
Um dieses Leitziel zu erreichen, ist ein respektvoller und Grenzen achtender Umgang mit den Kindern und Jugendlichen besonders wichtig. Deshalb setzen wir uns für den Schutz der uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen vor Grenzverletzungen, sexuellen Grenzüberschreitungen und körperlicher, seelischer und sexualisierter Gewalt ein.“
Diese Textpassage wurde von den Mitgliedern des Schulparlaments einstimmig angenommen, so dass nun alle Flyer, Aushänge und Druckmaterialien, in denen sich die Wilhelm-Löhe Schule vorstellt, diese Passage enthalten werden. 

Teil III Verhaltenskodex

Der Verhaltenskodex der evangelischen Schulstiftung beschreibt den Umgang und die Rolle des Mitarbeiters und der Mitarbeiterin mit den Schülerinnen und Schülern und wurde 2013 von allen Angestellten der Schule unterschrieben und wird seitdem bei jeder Neueinstellung unterschrieben

Teil IV Kooperation mit Fachstellen

Die Wilhelm-Löhe-Schule hat ein eigenes Beratungszentrum, an dem drei Sozialpädagogen, sowie zwei Psychologinnen arbeiten. Im Bezug auf das Thema sexuelle Gewalt wurde Kontakt zu den Fachstellen „Wildwasser Nürnberg e.V.“ und das „Jungenbüro Nürnberg“ hergestellt, die bei Verdachtsfällen beraten und unterstützen.
Für die Kooperation ist ein jährliches Treffen zwischen den Präventionsbeauftragten der WLS und den Fachstellen vorgesehen, um die wichtigsten Neuigkeiten und Veränderungen immer wieder kommunizieren zu können

Teil V Partizipation

Partizipation, d.h. die Mitbestimmung und Mitgestaltung, ist ein wichtiger Bestandteil des Präventionskonzeptes. Die Kinder und Jugendlichen sollen von Anfang an spüren und erleben, dass sie etwas zu sagen haben, dass ihnen zugehört wird und ihre Meinung zählt. Diese Erfahrung ist vor allem dann von Bedeutung, wenn Kinder Sorgen und Probleme haben und sich an jemanden wenden möchten, dem sie vertrauen. Auch die Teilhabe der Eltern spielt hierbei eine wichtige Rolle, denn auch sie sollen bei Verdachtsfällen die Informationen weitergeben. An der Wilhelm-Löhe-Schule gibt es verschiedene Formen der Beteiligung von Schülern und Schülerinnen, sowie der Eltern.

Es gibt viele Möglichkeiten der Partizipation an der WLS für Schüler/innen:

Amt des Klassensprechers oder der Klassensprecherin.
Als Klassensprecher/in nimmt man auch an regelmäßigen Klassensprecherkonferenzen.
Als WLS- Schüler/in hat man auch die Möglichkeit Schülersprecher/in zu werden.
Zudem werden sie in Lehrerkonferenzen eingeladen, um die Stimmungen und Meinungen der Schülerschaft an die Lehrkräfte weiterzugeben.
Außerdem sollen die Schülersprecher oder Schülersprecherinnen künftig auch in pädagogische Konferenzen eingebunden werden.
Zudem hat man an der WLS auch die Möglichkeit bei der SMV mitzuwirken.
In regelmäßigen Abständen werden Klassenleiterstunden durchgeführt. Mit Hilfe von Klassenleiterplakaten, die vorher in den Klassenzimmern aushängen, können die Schüler und Schülerinnen die Stunde selber gestalten, in dem sie Wünsche, Idee und Anträge auf dieses Plakat notieren.
Einmal im Jahr wird das Mensaprobeessen durchgeführt. Hier dürfen alle Klassensprecher/innen der Gesamtschule und Teilnehmer der SMV verschiedene Produkte der Mensa probieren und sie bewerten.
Eine weitere Möglichkeit der Partizipation ist die Klagemauer. Sie wurde in zwei 6.Klassen getestet. Hierbei wurde ein kleiner Bereich im Klassenzimmer als Mauer dekoriert. Lehrkräfte und Schüler/innen konnten nun Zettel mit Sätzen hinhängen, die man nicht mehr hören wollte. So konnte jeder sehen, welche Sätze oder Aussagen in der Klassengemeinschaft negativ gesehen werden und jeder konnte darauf achten, dass sie nicht mehr gesagt werden
Als WLS-Schüler/in hat man auch die Möglichkeit ins Schulparlament gewählt zu werden.
Wurde man ins Schulparlament gewählt, hat man nun auch die Chance an Ausschüssen, wie z.B. dem Präventionsausschuss, Schule ohne Rassismus, Ressourcenausschuss, Lehrerraumprinzipausschuss teilzunehmen und dabei neue Ideen einzubringen, bzw. neue Wege zu gestalten.
Engagierte Schülerinnen und Schüler können an den SMV-Tagen auch eigene Workshops anbieten und damit neue Wege etablieren.
Ein weiteres herausragendes Beispiel der Partizipation ist der sogenannte „Heiße Stuhl“ Hierbei stellte sich ein Expertenteam, bestehend aus zwei Lehrkräften und dem Schulleitungsteam Herr Wegmann und Herr Biller allen kritischen Fragen der anwesenden
Auch bezeichnend war die Mitarbeit der Schüler und Schülerinnen an dem Lehrerraumprinzip. Die Jugendlichen standen der Neuerung etwas skeptisch gegenüber, deshalb wurde ein Ausschuss mit Mitgliedern aus der Schülerschaft zusammengestellt. Um sich das Lehrerraumprinzip exemplarisch anzusehen, besuchte dieser Ausschuss gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern die Markgraf-Georg-Friedrich Realschule in Heilsbronn, um sich dort Inspirationen zu holen. 

Auch die Elternschaft hat viele Möglichkeiten sich an der WLS zu beteiligen:
Auf der niedrigsten Ebene kann man das Amt des Klassenelternsprechers übernehmen.
Danach kann man sich in den Teilschulelternbeirat wählen lassen.
Man hat aber auch die Möglichkeit im Gesamtschulelternbeirat mitzuwirken.
Hierbei kann man auch im Schulparlament mitwirken.
Die Elternschaft kann sich auch in Ausschüssen beteiligen.
Auch die Eltern bekommen Einladungen in Lehrerkonferenzen, in denen sie die Belange der Eltern an das Lehrerkollegium weitergeben.
Dreimal im Halbjahr treffen sich die Elternbeiratsvorsitzenden mit der Schulleitung, um Wissenswertes auszutauschen und Probleme zu klären. 

Teil VI: Kinderrechte

Die Kinderrechte zu kennen und zu stärken ist ein wichtiger Bestandteil des Schutzkonzepts. Denn nur wenn die Schüler und Schülerinnen ihre Rechte kennen, können sie sich auch dafür einsetzen.
Um diese bekannt zu machen, arbeitet die Grundschule mit tollen Methoden. Am 20. November jeden Jahres wird der Kinderrechte-Tag veranstaltet. Dabei werden Plakate gestaltet, Infowände bemalt und sich intensiv mit den Rechten auseinandergesetzt.
Auch in den 5. und 6.Klassen der weiterführenden Schulen werden Projekte zu den Kinderrechten angeboten.
Neben diesem Projekt wurde auch ein Ausflug zu der Straße der Kinderrechte im Stadtpark Nürnberg durchgeführt. Dabei lernten die Schülerinnen und Schüler ihre Kinderrechte nochmal exemplarisch an einem außerschulischen Ort kennen. 

Teil VII Raumcheck

In Absprache mit der Gesamtschulleitung wurde beschlossen, dass in einem besonders schwer einsichtigen Musikraum ein Sichtfenster eingebaut werden soll. Derzeit wird die Umsetzung überprüft, da es sich um eine Brandschutztür handelt.
Zudem wurde bereits bei der Umsetzung des Lehrerraumprinzips an der Realschule daran gedacht, in dem vorgesehenen Ruheraum ein Sichtfenster einzubauen.
Auch das Schloss des Sanitätsraums wurde ausgewechselt. Bislang konnte man den Raum, in dem vorrangig Schüler/innen mit einer Sanitätsausbildung verkehrten, von innen absperren, so dass man von außen nicht mehr in den Raum kann. Das Schloss wurde ausgewechselt, so dass nun gar nicht mehr von innen abgesperrt werden kann.
Die Grundschule arbeitet hier bereits im Sinne des Schutzkonzepts, da die Grundschüler/innen zu ihrem Schutz eigene Toiletten besitzen, d.h. diese dürfen nicht von Schülern und Schülerinnen der weiterführenden Schulen benutzt werden. Um dies zu gewährleisten gibt es ein Schlüsselsystem. Die Grundschüler/innen müssen den Toilettenschlüssel bei der jeweiligen Lehrkraft abholen, somit weiß diese, auch gleichzeitig, wer gerade auf Toilette ist. Man vermeidet dadurch auch den Zusammenstoß von älteren Jugendlichen mit den jüngeren Kindern.

 

 

Gefährdungs-einschätzung

Räume

Begründung

Vorschlag

transparente Räume

Neubau Erdgeschoss

Glasfronten, offene Türen

 

 

Neubau 1.Obergeschoss

Glasfronten

 

 

Hauptgebäude ED 01-17

ebenerdige Fenster zu den Schulhöfen

 

 

Hauptgebäude EG, EE 01-EE 15

Ebenerdige Fenster zu den Schulhöfen

 

 

Hauptgebäude 1.OG C-Trakt

Fenster in Atrium Einblick in andere Klassenzimmer

 

 

Hauptgebäude 1.OG D08

Fenster zu Innenatrium

 

 

Hauptgebäude 1.OG B 10, B11

Fenster zu Terassen

 

Nicht einsehbare Räume

 

Hauptgebäude 1.Obergeschoss

D 01-07

Klassen ohne Einsicht

Nachhilfestunden

Bullaugen in Türen, offene Türen, Glastüren, Milchglasausschnitte

 

Hauptgebäude 1.OG B 09, B12, B13, B14

Klassen ohne Einsicht

Musikwahlfächer

 

Hauptgebäude 1.OG A-Trakt

Klassen ohne Einsicht

  “

 

 

   “

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Hauptgebäude 1.OG E Trakt

   “

  “

 

Hauptgebäude 2.OG, A-, B-, C-, D-, E-Trakt

Klassen ohne Einsicht, nachmittags wenig belebt

Teils Terrassenöffnung

 

Hauptgebäude 3.OG

Wenig belebt

Klassen ohne Einsicht

Offene Türen, Glasstreifen

Schwer einsehbare Räume

Priorität 3:

Bei Gelegenheit

Räume hinter der Aula

Nicht belebt, dunkel

Schlüsselanlage

SCHWER einsehbare Räume

Priorität 2:

wichtig

Umkleidekabinen, Sporthalle

-           

Sammelduschen

Möglichkeit des Absperrens

Bewegungsmelder Beleuchtung

 

Toiletten in allen Stockwerken

Möglichkeit der Einsicht unterhalb und oberhalb der Toiletten

Türen von Decke bis Boden,

Schlüsselsystem (siehe Grundschule)

SCHWER einsehbare Räume

Priorität 1:

Sehr wichtig

Schlagzeugraum

Doppelte Türenanlage

Sichtblenden in Türen

Teil VIII Kommunikationswege / Lösungsmanagement

Teil VIII          Kommunikationswege / Lösungsmanagement

Schulen, die Ansprechpersonen für verschiedene Problemlagen von Schülerinnen und Schülern benennen und über Beschwerdestrukturen verfügen, schaffen ein Wohlfühlklima bei der Schülerschaft, schaffen Vertrauen bei Eltern und geben im Kollegium bekannt, dass an Missständen gearbeitet wird.
Deshalb sind Beschwerdestrukturen wichtig, allerdings haben wir unser System etwas umbenannt, da wir das Wort „Beschwerde“ sehr negativ empfinden. So wollen wir unser System Lösungsmanagement, bzw. Kommunikationswege nennen.
Die Schüler/innen können sich an den/ die Klassensprecher/ Klassensprecherin, Verbindungslehrer/in, Schülersprecher/in oder die Schulseelsorge wenden.
Dies sind vier Institutionen, deren Aufgabe es ist, Probleme zu lösen.
Auch die Eltern an der WLS haben vielfältige Wege, um Schwierigkeiten zu klären, wie den Elternkoordinator, der zwischen Lehrkräften und Eltern vermitteln soll, Feed-Back von den Eltern einholt und die Kommunikationswege verbessert.
Zudem gibt es den/die Klassenelternsprecher/in, der/die für die Belange innerhalb der Klasse als Ansprechpartner/in dient.
Kann diese/r nicht weiterhelfen, kann man sich an den jeweiligen Teilschulelternbeirat wenden.
Sind eher schulisch übergreifende Probleme zu lösen, hört der Gesamtelternbeirat zu.
Innerhalb des Kollegiums können sich Lehrkräfte bei Problemen an die MAV (Mitarbeitervertretung) wenden.
Bei Schwierigkeiten mit den Eltern oder Feed-Back für die Eltern, wird der Elternkoordinator eingeschaltet.

Für Schüler

Für Eltern

Für Lehrer

Klassensprecher/in

Verbindungslehrer/in

Schülersprecher/in

Schulseelsorge

Elternkoordinator/in

Klassenelternsprecher/in

Teilschulelternbeirat

Gesamtschulelternbeirat

MAV

Elternkoordinator/in

Eine Idee ist das System der Kommunikationswege
Prägnante Probleme sollen hier einen klaren Kommunikationsweg aufzeigen, um Probleme frühzeitig entgegenwirken zu können, ohne dabei gleich die Schulleitung einschalten zu müssen. Ersichtlich ist, dass wirklich viele Institutionen geschaffen wurden, um Schwierigkeiten zu bekämpfen.
Um klar zu machen, welche Beschwerden relevant sind, wurde eine Beschwerdeampel erstellt, die anzeigt, bei welchen Problemen, tatsächlich Hilfe benötigt wird.