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Die Löhe-Schule setzt ein Zeichen gegen Intoleranz, Ausgrenzung und Rassismus

 

Projekttage am Montag, dem 25. Juli, und Dienstag, dem 26. Juli 2016

In diesem Schuljahr standen unsere Projekttage nach dem Willen der Schüler ganz unter dem Zeichen „ Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage.“
Dieser Titel wurde uns am Mittag des zweiten Projekttages in einem feierlichen Akt verliehen.
Der Regionalkoordinator des Netzwerks SOR, die Patin Frau Anne Chebu und natürlich die Schülerinnen und Schüler selbst kamen zu Wort. Alle Schüler beteiligten sich an dem Projekt in ihren Klassen jeweils mit einem eigenen großen, nach außen hin sichtbaren Banner. So entstand eine Einkleidung der Balustrade des 1. Stocks zum Innenhof mit großflächigen Folienbannern, gestaltet im Rahmen des gemeinsamen Mottos „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage.

Am Sommerfest, am Mittwoch dem 27. Juli, wird es dann die Möglichkeit geben, ein so gestaltetes und damit immer individuelles Banner (aus LKW-Plane im Format 1,25 x 2,50 m)  meistbietend zu erwerben.

Peter Maffay: Pate des Projekts "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" an der Wilhelm-Löhe-Schule in Nürnberg

Ich unterstütze „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“,

weil es mich beeindruckt, wenn Kinder und Jugendliche Verantwortung übernehmen. Das Bekenntnis, eine Schule ohne Rassismus zu sein und zu bleiben, erfordert eine Menge Mut und Engagement. Zusammengehörigkeit zu erleben ist gerade für Jugendliche häufig eine wichtige Ressource für ein starkes Selbstbewusstsein, demgegenüber stehen mitunter aber auch Ausgrenzung und Diskriminierung auf dem Pausenhof. Die Schüler der „Schule ohne Rassismus“ fangen mit ihrer Selbstverpflichtung vor der eigenen Haustüre an. Diese Ehrlichkeit imponiert mir.

Peter Maffay

Anne Chebu, Patin des Projekts "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" an der Wilhelm-Löhe-Schule in Nürnberg, Journalistin, Moderatorin, Autorin, ehemalige Löhe-Schülerin:

 "Die Löhe-Schule ist eine besondere Schule, mit einem starken Gemeinschaftsgefühl. Die Schüler*innen bekommen vieles für ihre späteren Wege mit: Liebe, Mut und einen Blick für das Miteinander. Ich habe dieser Schule viel zu verdanken und freue mich, dass ich ihr als Patin etwas zurückgeben kann. Eine aufmerksame und sensible Sichtweise auf die Themen Rassismus und Diskriminierung ist wichtig, um unsere Gesellschaft zu stärken und um komplexe Zusammenhänge zu verstehen. Diese Blick-Schärfung muss auch Teil dessen sein, was Kinder, Jugendliche und Lehrer*innen aus ihrem Schulalltag mit nach Hause nehmen."

Anne Chebu

„Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“

„Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ist „ein Projekt von und für SchülerInnen. Es bietet Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, das Klima an ihrer Schule aktiv mitzugestalten, indem sie sich bewusst gegen jede Form von Diskriminierung, Mobbing und Gewalt wenden. [Es ist] das größte Schulnetzwerk in Deutschland. Ihm gehören über 2.000 Schulen an, die von rund einer Million SchülerInnen besucht werden (Stand: März 2016)“ (Quelle: http://www.schule-ohne-rassismus.org/wer-wir-sind/10-fragen-10-antworten/ Abfrage vom 04.04.2016)

Auch unsere Schule hat sich entschlossen, mit dabei zu sein und Ende des Schuljahres 15/16, bzw. Anfang 16/17 mit der Aktion begonnen. Folgende Selbstverpflichtung musste dafür eingangen werden:

 „Wer sich zu den Zielen einer "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" bekennt, unterschreibt folgende Selbstverpflichtung:

  1. Ich werde mich dafür einsetzen, dass es zu einer zentralen Aufgabe meiner Schule wird, nachhaltige und langfristige Projekte, Aktivitäten und Initiativen zu entwickeln, um Diskriminierungen, insbesondere Rassismus, zu überwinden.
  2. Wenn an meiner Schule Gewalt, diskriminierende Äußerungen oder Handlungen ausgeübt werden, wende ich mich dagegen und setze mich dafür ein, dass wir in einer offenen Auseinandersetzung mit diesem Problem gemeinsam Wege finden, uns zukünftig zu achten.
  3. Ich setze mich dafür ein, dass an meiner Schule ein Mal pro Jahr ein Projekt zum Thema Diskriminierungen durchgeführt wird, um langfristig gegen jegliche Form von Diskriminierung, insbesondere Rassismus, vorzugehen.

Eine Schule bekommt den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“, wenn mindestens 70 Prozent aller Menschen an einer Schule diese Selbstverpflichtung unterschrieben haben.“  

(Quelle: http://www.schule-ohne-rassismus.org/courage-schulen/selbstverpflichtung/ Abfrage vom 04.04.2016)

Die ersten Schritt sind nun getan: Die Unterschrifensammlung, sowie die Suche nach einem Paten verliefen erfolgreich. Die Titelverleihung steht vor der Tür. In den laufenden Schuljahren sollen immer wieder Projekte unter diesem Thema stattfinden, damit auch wir nicht vergessen: Der aktive Einsatz gegen Diskriminierung, Mobbing und Gewalt ist und bleibt die Aufgabe eines jeden von uns!

Ansprechpartner an unserer Schule sind: Johanna Klamt (9. Kl. Gym.) und Pfr. Meinhard (Schultheologe).